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Arica, die nördlichste Stadt Chiles ist ein wichtiger Ausgangspunkt für den internationalen Handel. Es liegt einerseits nur zwanzig Kilometer von der peruanischen Grenze entfernt, und ist andererseits für Bolivien ein wichtiger Zugang zum Meer. Die Strasse nach La Paz in Bolivien führt durch die Anden über einen Pass von fast 5′000 Meter. Hier quälen sich die Lastwagen über die extrem steilen Steigungen – und bleiben häufig liegen. Viele LKW waren früher in Europa im Einsatz. Es ist interessant all die noch sichtbaren Beschriftungen zu studieren.
Auf dem Weg nach Bolivien liegt auf über 3500 Meter über Meer das Dörfchen Putre. Hier haben wir unsere Unterkunft. Es ist wirklich sehr abgelegen, immerhin gibt es zwei Restaurants zur Auswahl (auch wenn eines davon nicht immer geöffnet hat). Die Höhe macht uns schon zu schaffen. Man muss wirklich sehr langsam gehen, sonst gerät man sofort ausser Atem.
Putre liegt am Eingang zum Lauca Nationalpark. Im Park liegt der höchste See der Welt: der Lago Chungara auf 4517 Meter über Meer. Am Rande des Sees bestaunen wir den Vulkan Parinacota der mit seinen 6350 Metern alles überragt. Er leuchtet strahlend weiss im Sonnenlicht. Leider ist er etwas scheu und versteckt sich immer wieder in den Wolken. Diese werden vom Atlantik her an die Anden gedrückt und bringen immer wieder Gewitter und Regen. Dies weil in Bolivien Winter ist, obwohl in Chile erst Spätsommer ist – ziemlich verwirrlich, mit den Jahreszeiten hier.
Im Park sind grosse Herden von Vicunas und Alpacas am weiden. Obwohl sehr hoch gelegen ist es feucht und hat ausgedehnte Moorgebiete, welche als “Bofedales” bezeichnet werden. Diese bieten den Tieren ausgezeichnete Weidegründe. Der Ohrschmuck der Tiere – die farbigen Wollfäden, dienen der Kennzeichnung, so können die Tiere vom jeweiligen Besitzer schnell identifiziert werden. Also die Dame auf dem Bild hat schon ein wenig ein Problem mit der Zahnstellung, …
… Aber dafür sind die Kleinen um so süsser. Aus der Wolle der Baby-Alpacas werden flauschig weiche Pullover gewoben.
Hier unser momentanes Fahrzeug: Toyota Hilux 4×4 Turbo-Diesel. Nach all den verschiedenen Trucks die wir durchprobiert haben erhält der Hilux den 1. Preis! Wir haben alle Features ausgiebig gebraucht. Hier im Altiplano war der Kriechgang besonders hilfreich, da duch den häufigen Regen die Pisten sich in steile Schlammrutschbahnen verwandelt haben. Auch die grosse Bodenfreiheit ist super. Wir mussten einen Fluss durchqueren und waren nicht wirklich sicher wie tief er nach dem Gewitter war! Der Turbodiesel ist spitze für die grosse Höhe hier. Wenn den Benzinern “der Schnauf” ausging sind wir flott vorbei gezogen.





